Neubau Kindergarten Sankt Georg in Pöring

Neubau des Kindergartens St. Georg in Poering (Plan)Aufgrund der steigenden Nachfrage an Kindergarten-, Krippen-, und Hortplätzen, muss die Gemeinde mehr Kinderbetreuungs- möglichkeiten schaffen.
Dazu kommt noch die Bundesgesetzgebung, die ab dem Jahr 2013 für circa 35 % der Kinder zwischen null und drei Jahren einen Krippenplatz rechtlich garantiert.

Deshalb wird in Pöring ein neuer Kindergarten gebaut. Die Prüfung, ob das alte Gebäude noch sanierungsfähig ist ergab, dass die Kosten einer Sanierung im Gegensatz zu einem Neubau zu hoch sind. Die Regierung von Oberbayern würde eine Sanierung nicht bezuschussen, sondern nur einen Neubau. Daraufhin wurde das Konzept eines sechsgruppigen Neubaues geboren, der auf einem Grundstück in Gemeindebesitz direkt neben dem alten Kindergarten errichtet wird.

Der Gemeinderat hat inzwischen in mehreren Sitzungen über den Kindergartenneubau in Pöring beraten.
Der Vorentwurf, den eine Planungsgruppe, bestehend aus Architekt, Gemeinde, Trägervertreter, Kindergartenleitung und verschiedenen Fachleuten, entwickelt hat, wurde vom Gemeinderat in einigen Details geändert. Der Plan auf dieser Seite zeigt den Entwurf, mit dem die Fördermittel bei der Regierung von Oberbayern beantragt wurden.

Das Grundkonzept besteht aus einem Haus-in-Haus- Entwurf. Auf der Nordseite im Erdgeschoss befinden sich die Funktionsräume für Kindergartenleitung, Küche, Essensraum und Technikräume.
Auf der Südseite sind, durch eine Tür abgesperrt, die Kinderkrippe mit zwei Gruppenräumen, Schlafräume und Sanitärräume untergebracht.
In der Mitte des Gebäudes befinden sich eine Aula und ein Mehrzweckraum, zum Beispiel zum Turnen. Im Obergeschoss befinden sich auf der Nordseite drei Kindergarten- Gruppenräume und ein Hortraum, jeweils mit den dazu notwendigen Nebenräumen.
Die Kinder im Obergeschoss könnenüber eine Dachterrasse auf der Westseite direkt in den Garten gehen. Über die Dachterrasse sind auch die Fluchtwege angeschlossen.

Über die Form des Kindergartens und der Dachterrasse im Westen wurde
im Gemeinderat lebhaft diskutiert. Einige Gemeinderäte befürchten, dass
durch das Flachdach eine etwaige Sanierung des Daches früher eintritt als wie bei einem Pultdach beziehungsweise Satteldach. Der Architekt versicherte, dass ein Flachdach Stand der Technik sei und bei sorgfältiger Ausführung der Sanierungsaufwand nicht wesentlich früher eintritt als bei einer anderen Dachform.

Die Gesamtkosten für den Bau wurden ursprünglich auf insgesamt 3,13 Millionen Euro geschätzt. Das Gebäude soll als Kfw-Energieeffizienzhaus 55 gemäß der Energieeinsparverordung (EnEV2009) gebaut werden.

Der Gemeinderat hat beschlossen, die Kosten bei 3,1 Millionen Euro zu deckeln.

Die Gemeinde erhält für den Krippenbauanteil einen Bundeszuschuss von mindestens 60 % der anteiligen Baukosten. Der restliche Bau des Kindergartens wird von der Regierung von Oberbayern nach dem Finanzausgleichsgesetz gefördert. Von Seiten des erzbischöflichen Ordinariats wird ebenfalls ein Zuschuss gewährt. Insgesamt können wir mit mindestens 1.000.000 Euro Zuschuss rechnen.

Der laufende Betrieb des Kindergartens nach der Ausweitung von zwei auf sechs Gruppen, kostet die Gemeinde etwa 160.000 € zusätzlich im Jahr aus dem Verwaltungshaushalt. Dieser Betrag ist im Haushalt für 2011 bereits eingeplant. Die Bauzeit beträgt etwa neun Monate.

Die Gemeinde wird den Bau zu dem Zeitpunkt ausschreiben, an dem die günstigsten Baupreise zu erwarten sind. Dies wird vermutlich im Spätherbst der Fall sein.

Der Kindergartenbetrieb im bestehenden Kindergarten kann während der Bauzeit weitergehen.

Wenn der Neubau fertig gestellt ist, zieht der Kindergarten um und das alte Gebäude kann abgerissen werden. Der Garten auf dem Grundstück des bisherigen Kindergartens bleibt so in seiner gewachsenen Form erhalten.

Piet Mayr, 1. Bürgermeister

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