Geschichtliches Zorneding

Kirchen

Zorneding

Kirche St. Martin, ZornedingDie erste Zornedinger Kirche war um 935 eine Eigenkirche des Ebersberger Grafen Eberhard. 1315 ist Zorneding bereits Pfarreimittelpunkt mit sieben Filialen. Es hat eine gotische Kirche am heutigen Platz, als deren Patron 1524 St. Martin genannt wird. 1719-1721 wird die neue Pfarrkirche mit sehenswertem Stuck erbaut. Die qualitative Ausführung der Hauptaltarfiguren entspricht höfischer Bildhauerkunst.
Wie aus der Korrespondenz zum Kirchenbau (im Diözesanarchiv) hervorgeht, war nicht Johann Georg Ettenhofer, sondern der Grafinger Baumeister Thomas Mayr Architekt und Erbauer des Gotteshauses. Die Pläne gingen wahrscheinlich beim Brand des Pfarrhofes 1802 verloren. Der untere Teil des Turmes sowie der Taufstein und zwei Grabtafeln von früheren Pfarrern stammen noch von der alten Kirche. Nach dem 2. Vatikanischen Konzil wurde die Kirche umgebaut und verlor ihre beiden Seitenaltäre. Die Herkunft der gotischen Madonna mit Kind, einer beachtenswerten Bildschnitzarbeit, ist nicht ganz geklärt.

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Pöring

St. Georg, PöringDie erste Pöringer Kirche gehörte wohl zum alten Königshof. 1315 hatte Pöring eine Filialkirche der Pfarrei Zorneding, als deren Patron 1524 der heilige Georg genannt ist.
Die Kirche wurde 1696 durch den damaligen Inhaber des Edelsitzes Johann Paul Frh. von Millau und seine Frau Katharina Franziska Ligsalz neu erbaut.St. Georg, Pöring (Innenansicht) Auch hier dürfte der untere Teil des Turms noch von der Vorgängerkirche stammen.
Bemerkenswert sind eine ganze Reihe von Epitaphien (Grabplatten) der früheren Inhaber der Edelsitze von Pöring und Wolfesing sowie Gemälde und eine gotische Madonna aus der Zeit um 1400, die alle aus der alten Kirche übernommen wurden. Sehenswert ist auch das Hochaltarbild von Johann Baptist Unterstainer, einem der bedeutendsten spätbarocken Kirchenmalerin München, aus dem Jahre 1700.

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Kapellen

Zorneding - Antoniuskapelle

Antonius KapelleDie Antoniuskapelle wurde 1683 vom Wirt Ignatius Koch erbaut. Er war kein armer Postillion, wie die Zornedinger Sage vermeldet, sondern der Sohn des Wirts. Die Kapelle ist Eigentum des Postwirts und wird von ihm renoviert und unterhalten. Früher wurden hier zur Zeit der Heuernte Antonius-Rosenkränze gebetet.

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Zorneding - Neuwirtskapelle

Neuwirtskapelle Zorneding1887 baute der Neuwirt Anton Glonner an der Bucher Straße eine Marienkapelle. Baumeister und Entwerfer des Plans war der Zornedinger Maurermeister Sebastian Fässler.

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Ingelsberg - MarienkapelleMarienkapelle Ingelsberg

1864/65 entschlossen sich die Ingelsberger, auf Anregung des „Lukas“-Sohnes Caspar Pichler eine eigene Kapelle zu erbauen. Das Gotteshaus wurde ganz in Eigenleistung der Bewohner des Dorfes erstellt.

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Wolfesing- Die Kapelle „Zum gegeißelten Heiland in der Wies“

Kapelle "Zum gegeißelten Heiland in der Wies", Wolfesing (Gem. Zorneding)Die Wolfesinger Kapelle dürfte der letzte Rest des 1658 abgebrannten Edelsitzes sein. 1909 wurde sie von den Wirtsleuten Johann und Maria Mayr neu erbaut. Nur die Apsis stammt noch von der alten Kapelle. Baumeister war der Zornedinger Maurer Donatus Plötz. Schon im 17. Jh. fanden Wallfahrten statt, wie viele Votivtafeln zeigten. In der Kapelle befanden sich außerdem eine Figur der "Immaculata" aus der Zeit um 1720 sowie eine Figur des gegeißelten Heilands. Leider wurde die "Immaculata" gestohlen. Auch die Votivtafeln sind leider unwiederbringlich verloren. 1989 erwarb die Gemeinde die renovierungsbedürftige Kapelle samt einem kleinen Gelände rundherum. Die Kapelle wurde renoviert und das Gelände bepflanzt.

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Denkmäler

Zorneding - König-Ludwig-II.-Denkmal

König- Ludwig- II- DenkmalDas König Ludwig II.-Denkmal ist ein Kriegerdenkmal, das auf Initiative der 1886 gegründeten Krieger- und Reservisten- Kameradschaft Zorneding errichtet wurde.
Es wurde 1903 eingeweiht und ist eines der ganz wenigen, die eine Büste Ludwigs II. tragen. Auf den Gedenktafeln wird der Zornedinger Kriegsteilnehmer von 1866 gedacht, als die verbündeten Bayern und Österreicher gegen Preußen verloren. Zum anderen wird an die Zornedinger erinnert, die am Krieg von 1870/71 teilnahmen. Drei von ihnen kehrten damals nicht zurück.
Im ersten Weltkrieg wurde die Bronzebüste eingeschmolzen und durch eine Steinplastik ersetzt.
Zum 100. Todestag des Königs im Jahre 1986 renovierte die Gemeinde das Denkmal und krönte es wieder mit einer Bronzebüste.

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Kriegerdenkmal in der Anton-Grandauer-Straße

Kriegerdenkmal in der Anton- Grandauer- StrasseDas Kriegerdenkmal in der Anton-Grandauer-Straße wurde 1923 am Platz des alten Postdenkmals errichtet. Die ursprüngliche Form bestand in einem Stein mit umlaufender Steinbank, auf dem die Namen der Gefallenen des 1. Weltkriegs eingraviert sind. 1953 wurde das Denkmal durch zwei Seitenflügel erweitert, auf denen die Zornedinger Gefallenen des 2. Weltkriegs verzeichnet sind.

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Das Wasserdenkmal in Zorneding

Wasserdenkmal, ZornedingDas Wasserdenkmal wurde 1893 zur Erinnerung an den Bau der ersten öffentlichen Wasserleitung errichtet. Mit dieser Wasserleitung wurden die Zornedinger von einem großen Problem befreit. Sie waren nun nicht mehr auf Lacken, Zisternen und einzelne Brunnen angewiesen.

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Pöring - Kriegsopfer-Gedenkstätte

Kriegsopfer GedenkstätteDie Kriegsopfer-Gedenkstätte Sie befindet sich links neben dem Aufgang zur Kirche. Die Namen der Gefallenen des 1. Weltkriegs und die der Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkriegs sind in Tafeln eingemeißelt, die in einem Beet ruhen.

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Eustachiusstein (Pöring/ Wolfesing)

Eustchiusstein, am Forstrand bei PöringDer Eustachiusstein am Forstrand zwischen Pöring und Wolfesing wurde 1994 eingeweiht. Er ist ein Geschenk der Ingelsberger Jäger und Jagdhornbläser und wurde auf Initiative des Försters Hanns Stierhof in Gedanken an die Gefährdungen des Waldes und mit der Bitte an den Schutzheiligen des Waldes und der Jagd um Schutz für den Wald gesetzt.

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Gedenkstein der Eghalanda Gmoi z’Zorneding

Gedenkstein der Ehalanda Gmoi z'ZornedingDer Gedenkstein der Eghalanda Gmoi z’Zorneding und Umgebung wurde im Jahre 2006 errichtet und steht im Westteil des Zornedinger Friedhofs in der Bucher Straße.
Er erinnert an das Leid der rund drei Millionen Vertriebenen aus dem Sudetenland  und an die Toten in der alten und neuen Heimat.

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