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Seniorendomizil Haus Bartholomäus wird zukünftig mit Naturstrom versorgt

Pressemitteilung vom 03.05.2011

Das Seniorendomizil Haus Bartholomäus in Zorneding wird zukünftig mit Naturstrom aus norwegischen Wasserkraftwerken betrieben. Die Geschäftsführung der Betreiberfirma compassio hat aktuell einen entsprechenden Liefervertrag mit den Pfalzwerken AG in Ludwigshafen für alle Seniorendomizile im Unternehmensverbund abgeschlossen. compassio ist deutschlandweit der erste Pflegeheim-Betreiber, der umfangreiche Maßnahmen zur Ökologie und Umweltbewusstsein unternehmensweit umsetzt.  Die compassio GmbH & Co. KG mit Sitz in Ulm  ist Träger von 19 Seniorendomizilen in Süddeutschland und bietet rund 2.300 Bewohnern ein Zuhause.

Ab dem 1. Januar 2013 werden alle Einrichtungen, darunter auch das Haus Bartholomäus, mit grünem Strom versorgt. Darüber hinaus werden Neubauten nach energetischem Standard  erstellt und zur Wärmegewinnung wird die Wärmepumpentechnologie der Firma Weishaupt eingesetzt. 
compassio hat sich frühzeitig mit dem Thema Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt. „Uns als Unternehmer ist es wichtig, einen Beitrag zur Umwelt und zu verantwortungsvollem Wirtschaften zu leisten. Aus diesem Grund haben wir uns bereits heute vertraglich gebunden“, so Andreas Weishaupt und Wolfgang Frühschütz, Geschäftsführer von compassio. Bestehende Stromlieferverträge werden noch erfüllt; neue Einrichtungen, die sich im Bau und in Planung befinden, wie in Tegernheim, Wenzenbach und Pfullingen, werden nach neuesten energetischen Standards gebaut und bereits ab Inbetriebnahme 2011 und 2012 mit regenerativem Strom versorgt.

Sauberer Strom aus Norwegen

Insgesamt 4,5 Mio. Kilowattstunden Strom aus Wasserkraftwerken bezieht compassio jährlich von den Pfalzwerken. Dies entspricht dem Bedarf von ca. 1.100 Vier-Personen Haushalten. Die Pfalzwerke garantieren per Zertifikat, dass der Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken stammt. Norwegen benötigt zur Stromerzeugung keine Atom- und Kohlekraftwerke. Aufgrund der geographischen Gegebenheiten wird nahezu die gesamte Energie aus der Wasserkraft gewonnen.

Energieeffizient Bauen

Darüber hinaus werden Neubauten, wie aktuell in Tegernheim und Wenzenbach, im KfW 70-Standard, einem besonders energieeffizienten Standard, erstellt. Der Begriff Effizienzhaus ist ein Qualitätszeichen, das von der Deutschen Energie-Agentur GmbH zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entwickelt wurde. Die KfW nutzt dieses Qualitätszeichen im Rahmen ihrer Förderprogramme Energieeffizient Bauen und Energieeffizient Sanieren. Die Zahl nach dem Begriff KfW-Effizienzhaus gibt an, wie hoch der Jahresprimärenergiebedarf in Relation zu einem vergleichbaren Neubau nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung  sein darf. Ein KfW-Effizienzhaus 70 hat höchstens 70 % des Jahresprimärenergiebedarfs des entsprechenden Referenzgebäudes. Je kleiner die Zahl, desto niedriger und besser das Energieniveau.

Um den Standard erreichen zu können, wird unter anderem Wärmepumpentechnologie eingesetzt. Die Wasser-Wärmepumpe nutzt die Erdwärme und schöpft Energie aus dem nahezu konstant temperierten Grundwasser. Der vom Gesetzgeber vorgeschrieben Standard laut Energieeinsparverordnung (EnEV) wird damit mehr als erfüllt.

Äußerst positive Energiebilanz für künftige Einrichtungen

Eine Einrichtung mit ca. 100 Pflegeplätzen hat einen Jahresprimärenergiebedarf von ca. 520.000Kilowattstunden. Rund 120.000 Kilowattstunden werden über fossile Energie abgedeckt. Lediglich der Betrieb der Küche und die Abdeckung von Spitzen in den Wintermonaten erfolgt mit Gas. Der größte Anteil, rund 400.000 Kilowattstunden wird  mit regenerativer Energie abgedeckt, 260.000 Kilowattstunden über Naturstrom aus Norwegen und 140.000 Kilowattstunden durch Wärme aus dem Erdreich und den Betrieb der Wärmepumpe.
„Die Gesamtenergiebilanz kann sich damit sehen lassen. Neubauten von compassio nutzen 77 % regenerative Energiequellen und lediglich 23 % fossile Brennstoffe“, erklärt Wolfgang Frühschütz.
Durch den Einsatz von regenerativer Energie lässt sich auch die CO²- Emission erheblich reduzieren.  Alleine für die Heizung kann durch den Einsatz der Wärmepumpe jährlich, je Einrichtung, 35 Tonnen CO²- Ersparnis gegenüber Gas Brennwert erreicht werden.

Die Entscheidung, in regenerative Energien zu investieren, ist der Geschäftsführung von compassio nicht schwer gefallen. Die Einsparungen im Betrieb liegen, auf lange Sicht betrachtet, auf der Hand. Das Thema Ökologie, Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Grundsätze. Darüber hinaus hat compassio mit  direkten Verbindungen zur Firma Weishaupt, Kontakt zu einem der international führenden Unternehmen für Brenner, Heiz- und Brennwertsysteme, Solartechnik, Wärmepumpen und Gebäudeautomation.

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