Page 6 - Gemeinde_Zorneding_Buergerinfo
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    Bürgerinformation
 Wappenbeschreibung
Das Zornedinger Gemeindewappen mit dem Brandenburger Adler ist auf Ludwig V., geboren 1315, Herzog von Oberbayern, Markgraf von Tirol und Brandenburg, zurückzuführen.
Er war der bedeutendste Sohn von Kai- ser Ludwig dem Bayern. Er hielt sich oft in Zorneding auf und starb hier am 18. September 1361. Er wurde im Dom zu München begraben. Als Beizeichen wurden zwei verkohlte Äste als Ro- dungssymbol in das Wappen zu dem Brandenburger Adler aufgenommen.
Das Pöringer Gemeindewappen sym- bolisiert Inhaber des Pöringer Edelsit- zes. Aus dem Menth’schen-Wappen wurden die beiden silbernen Spitzen und aus dem Millau-Wappen das Reb- huhn übernommen.
                                                            Zeittafel zur Gemeindegeschichte
 Vor 2.600 Jahren
Die im Südosten, an der Grenze des Ge- meindegebietes, befindlichen Hügelgrä- ber deuten bereits auf eine erste Be- siedlung während der Hallstattzeit hin.
5. bis 8. Jh.
In Ingelsberg werden 1908 und 1912 Reihengräber gefunden, welche auf eine Siedlung hindeuten. Die Funde sind verschollen. Funde aus einem bajuwari- schen Männergrab weisen auf eine Siedlung in Zorneding hin. Das Reihen- grab stammt aus der 2. Hälfte des 7. Jh. Das Grab wurde 1959 bei Kanalbauar- beiten am Kapellenberg gefunden.
813
Erste Erwähnung von „Zornkeltinga“ in den Freisinger Traditionen.
„Besitzübergabe des Laien Ratolt in Zornkeltinga: Im Namen des höchsten und erhabenen allmächtigen Gottes sei allen treuen und Gott dienenden Män- nern kundgetan, was ich Ratolt für mein eigenes und das Seelenheil meiner Vor- fahren beabsichtige. Aus diesem Grund
übergebe ich dem Altar der Hl. Maria in Freising, wo die Gebeine des Hl. Korbi- nian ruhen, all meinen Besitz in dem Ort, der Zornkeltinga genannt wird: be- bautes und unbebautes Land, Wiesen, Weiden, Wälder und Gewässer. Und ich habe nichts ausgenommen außer drei- einhalb Äcker. Und ich bestätige auch die Schenkung, die mein Vater vorher
Auszug aus dem Freisinger Traditionsbuch
gemacht hat. Folgende Zeugen sind am Ohr gezogen worden, die dies gesehen und gehört haben: Sigiwart, Cundperht, Kerperht, Engilperl, Einhart, Ekkiherl, Wito, Hunolt, Nendilo, Erinperht, Ellan- hart und Hrodperht. Dies ist geschehen am obengenannten Ort Freising am 4. September im Jahr der Menschwer- dung des Herrn 813 Steuerzyklus V.“
885
Erste urkundliche Erwähnung von „Pe- ringan“ als Königsgut in den Hochstifts- literalien von Passau.
935
Erwähnung der ersten Kirche in Zorne- ding. Es war eine adlige Eigenkirche des Grafen Eberhard von Ebersberg, wel- cher Besitz in Zorneding und Pöring hatte.
1156
Erste urkundliche Erwähnung von „In- goltesperch“ im Falkensteiner Codex.
1269
Erste urkundliche Erwähnung von „Wol- flizzingen“. Im Herzogurbar sind zwei Förster eingetragen.
1361
Ludwig V., der Brandenburger, Herzog von Oberbayern, Markgraf von Tirol und
      Geschichte
    4 www.zorneding.de
  






































































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