Amtliche Bekanntmachungen

Bauamt

Geförderte LED-Umrüstung für Zorneding´s Straßenlaternen  (Fortsetzung)

Zorneding´s Straßen erhalten ein zeitgemäßes und nachhaltiges Beleuchtungskonzept auf LED-Basis. Die alten Leuchtstoff- und Natriumdampflampen haben ausgedient. „Mit den neuen LED-Lampen stellen wir zur richtigen Zeit die Weichen für die Zukunft.“, sagt André Younes, der projektverantwortliche technische Leiter des Bauamtes. Younes zeigt sich überzeugt von der bevorstehenden Umrüstung: „Die aktuellste LED-Technik schont unsere Energiebilanz, den Finanzsäckel und nicht zuletzt die Insekten. Durch die staatlichen Förderungen wird das Projekt auch wirtschaftlich sehr attraktiv. Die Investition wird sich dadurch voraussichtlich innerhalb von ca. 10 Jahren amortisiert haben. Anschließend stellt sich ein um mehr als 50.000 € verringerter Finanzbedarf im jährlichen Unterhalt ein.“

Sportliche Einsparpotenziale

Bereits bei der Umrüstung der Flutlichtanlage des TSV Sportparks hat sich die LED-Technik bewährt. Trotz erheblicher Energieeinsparung wurden die Lichtwerte verbessert, so dass gegenüber der alten Beleuchtung das Spielfeld jetzt gleichmäßiger und vor allem heller ausgeleuchtet wird. Am Nebenplatz sind zudem Halbfeldschaltungen möglich, d.h. die Strahler einer Platzhälfte können separat angesteuert werden. Mehr Infos zur LED-Umrüstung am Sportpark finden Sie linkauf der gemeindlichen Homepage.

Im Bereich der Straßenlaternen waren bis dato konventionelle Straßenlaternen im Einsatz. Erheblicher Wartungsaufwand und oft bautechnisch bedingtes Streulicht (Licht, das störend in angrenzende Häuser und in den Nachthimmel abgestrahlt wird) ließen die alten Laternen zunehmend unattraktiver werden. Hinzu kam Kritik im Zusammenhang mit dem alarmierenden Insektensterben. Das Lichtspektrum der konventionellen Straßenbeleuchtung zieht Mücken und Falter ungewollt an. Heerscharen von Insekten lassen Nacht für Nacht ihr Leben, indem sie bis zur Erschöpfung diese Lichtsysteme umschwirren.

Die Umrüstung auf LED hatte sich bereits in einigen Straßenzügen am Ort bewährt, bereits seit 2014 erwartete sich die Verwaltung mit Testleuchten der damals aktuellen Baureihen gute Ergebnisse, die dann sogar übererfüllt wurden: „Anfangs trauten wir der Energiereduzierung noch nicht so recht“, gibt Younes zu und ergänzt: „Ein wenig skeptisch reduzierten wir alte Kugelleuchten mit 45W auf neue LED mit „nur“ 19W. Die Wege waren jedoch viel heller als erwartet. Aber gerade hier spielt uns der große Vorteil der LED-Technik in die Karten.“ Denn entgegen der Natriumdampfleuchten, die zwar mit Aufwand auch in einem gewissen Grad gedimmt werden können, ist die Dimmung von LED mit linearer Energieeinsparung verbunden. Wenn Leuchten irgendwo zu hell sein sollten, kann die Leistung jederzeit reduziert werden - die Hälfte des Lichts spart auch die Hälfte des Stroms.

Investition in die Zukunft

Sollte man also weiter Geld für die Erhaltung der alten Straßenbeleuchtung in die Hand nehmen oder in die Zukunft - mit sparsamen und modernen Lichtsystemen - investieren? Im Herbst 2018 wurde dem Gemeinderat eine mögliche Umrüstung sowie potenzielle staatliche Förderungen durch sachverständige Experten vorgestellt. Das Gremium gab einstimmig den Startschuss für die weitere Projektplanung. Der entscheidende Schritt war getan.

Mittlerweile liegen die Fakten auf dem Tisch: Die Umrüstung auf LED-Beleuchtung im gesamten Gemeindegebiet wird mit einem Bauvolumen von 633.239 € veranschlagt. Die Maßnahme wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Es wurde ein Zuschuss in Höhe von 126.648 € in Aussicht gestellt. Am 02.05.2019 hat der Gemeinderat den Weg frei gemacht für die Realisierung. Los geht es voraussichtlich ab Herbst 2019, bis zum Sommer 2020 soll dann ganz Zorneding in LED-Licht getaucht sein.

Gute Aussichten - 70% Energieeinsparung

Durch die Umrüstung erzielt die Gemeinde Zorneding voraussichtlich rund 70% Energieersparnis. Im Vergleich zur bisherigen Straßenbeleuchtung kann der CO2-Ausstoß um ca. 100 t/Jahr gesenkt werden bei weniger als einem Drittel der bisherigen Stromkosten. Um so effizient wie möglich zu arbeiten, wird die bedarfsgerechte Steuerung der neuen LED-Lampen genutzt. Zwischen ein und fünf Uhr morgens soll das Gros der Leuchten zukünftig mit lediglich 50% Lichtstrom leuchten. Für durchgehend genutzte Bereiche wie z.B. im S-Bahn-Umfeld gelten aber Ausnahmen – Sicherheit geht schließlich vor.

Wer sich den Unterschied vor Augen führen möchte, kann z.B. die Schulstraße nach Süden weitergehen, den Moosacher oder Neukirchner Weg. Ein Vergleich von alten 45W zu neuen 23W kann man sich am Bahnhof ansehen. Während die Zornedinger Seite bereits umgestellt ist, wird die Pöringer Seite endlich bei der anstehenden Gesamtsanierung verbessert. Obwohl der P&R Platz nun sehr hell strahlt, wird hier wie gesagt nicht um 50% reduziert, da die S-Bahnen fast die ganze Nacht fahren.

Vorteile der LED-Laternen:

  • Hohe Lebensdauer von ca. 50.000 Stunden (Im Vergleich Natriumdampf-Hochdrucklampen mit nur ca.16.000 Stunden)
  • Wenig Wartungsaufwand (bis zu zehn Jahre im Gebrauch wartungsfrei)
  • Sparsam bei Strom- und Betriebskosten
  • Flexible und bedarfsgerechte Lichtlenkung (Streulicht-Reduzierung)
  • Nutzungsabhängige Anpassung des Beleuchtung möglich (dimmbar, Zeitschaltung)
  • warmweißes Licht statt gelbes Licht der Natriumdampflampen
  • Insektenfreundliches Lichtspektrum ohne UV- und Infrarotstrahlung

Bürgerbeteiligung – Straßenbeleuchtung

Wo sind besonders dunkle Flecken? Wo sind (zusätzliche) Straßenlampen notwendig oder hilfreich? Bei der Planung der neuen LED-Umrüstung werden wir – soweit möglich die Wünsche und Erfahrungen der BürgerInnen miteinbeziehen.
Bedarfsmeldung per E-Mail an linkled@zorneding.bayern.de



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